Night Ride
Ich starte direkt von der Arbeit in Berlin Mitte, mein Ziel ein kleiner Vorort im Südosten Berlins. 27 km hin, 31 zurück nach Hause.
Motivation: die Aussicht auf ein leckeres Essen und schöne Gespräche mit Freunden.
Ich starte direkt von der Arbeit in Berlin Mitte, mein Ziel ein kleiner Vorort im Südosten Berlins. 27 km hin, 31 zurück nach Hause.
Motivation: die Aussicht auf ein leckeres Essen und schöne Gespräche mit Freunden.
Keine drei Wochen mehr bis zum Frühlingsanfang und das Wetter spielt auch schon super mit, Temperaturen bis zu 10°C sind keine Seltenheit mehr.
Diesen Samstagmorgen ist die Temperatur noch dichter an 0 als an 10°C, aber die Sonne scheint und im Laufe des Tages soll es noch wärmer werden.
Auf dem Navi speichere ich einen Track Richtung Osten: Erstmal auf der “Standardroute” über Malchow raus aus der Stadt, dann über Lindenberg, Ahrensfelde, Altlandsberg nach Strausberg. Von dort der “Tour Brandenburg” Radroute weiter Richtung Osten folgen. Zurück per ODEG von Küstrin-Kietz oder bei ganz schlimmen Konditionsproblemen per OE von Wriezen (allerdings mit langer Fahrtzeit verbunden). Soweit der Plan.
Es ist Sonntag und möglicherweise die letzte Gelegenheit nach wochenlangem Dauerfrost noch einmal auf einem zugefrorenen See herumzuspazieren. Denn ab nächster Woche ist Wetterumschwung angesagt.
Was liegt näher, als das Ganze mit einem Speedmachine-Ride zu verbinden, zumal die Fahrbahnen frei von Schnee und agressiver Salzpampe sind. Mein Ziel ist der Müggelsee.
Also schnell noch den Reifendruck auf +1 Bar über max. gebracht (Kälteausgleich), Thermoskanne gefüllt, los gehts.
Es ist Sonntag. Der Himmel ist zwar bedeckt, soll aber im Laufe des Nachmittags noch etwas aufklaren – das reicht mir, um mich zu einer Ausfahrt mit der Speedmachine zu motivieren.
Als Ziel habe ich mir den Gamensee, östlich von Berlin im Land Brandenburg gelegen, auserkoren. Mit dem Gamensee verbinde ich vor allem Kindheitserinnerungen. Damals gab es noch die mittlerweile (2006) eingestellte Bahnverbindung von Ahrensfelde nach Tiefensee, somit war der Gamensee ein auch ohne Auto gut erreichbares Ausflugsziel. Nun, ein Auto brauche ich auch heute nicht, denn ich habe ja die Speedmachine!
Spät ist es, als ich die Speedmachine endlich aus der Tiefgarage meiner Arbeitsstelle befreie. Herrliches sommerliches Wetter zwar, aber zu spät, um noch ein größere Runde zu drehen, ganz aus dem Großstadt-Mief Berlins herauszukommen. Allerdings fährt es sich nach 22 Uhr auch in der Innenstadt schon viel angenehmer, wenn die endlosen Autokolonnen des Berufsverkehrs verschwunden sind. Und so will ich wenigstens die Heimfahrt ein wenig verlängern.