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Ein Berliner auf Liegerad-Tour

From Dusk Till Dawn (and beyond)

Samstag Mittag. Ich liege am Ostseestrand, die Sonne scheint, ein leichter Wind weht, das Meer rauscht, die Möwen kreischen. Das unheimlich gute Gefühl nach der bewältigten Herausforderung genießen. Ich habe die magische Grenze von 200 km auf dem Rad überwunden! An einem Tag von Berlin an die Ostsee. Müdigkeit überkommt mich, ich schließe die Augen.

nur ein Traum?

Als ich sie wieder öffne, ist der Traum vorerst vorbei. Ich bin noch zu Hause, es ist erst Freitag Abend und ich habe mich nur für ein Nickerchen hingelegt. Ein wenig vorschlafen um nach der anstrengenden Arbeitswoche für den geplanten “Nightride” gerüstet zu sein. Ich will die Sommersonnenwende zelebrieren und dazu von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang (“from dusk till dawn”) radfahren. Immer gen Norden und mich überraschen lassen, wo ich mit dem ersten Sonnenlicht wieder herauskomme.  Und vielleicht, eventuell, wenn es gut läuft noch etwas weiterfahren.

Auf den Navi habe ich “als Inspiration” eine Route bis an die Ostsee (Insel Usedom) gespeichert. 206 km als direkte Straßenverbindung, 132 km kürzer als der Radfernweg Berlin-Usedom. Der B109 / L100 bis kurz vor Prenzlau folgen, dann “links abbiegen” in die Nordwest-Uckermark und über Friedland, Anklam, Wolgast auf die Insel.

Den Abschnitt bis Prenzlau (ca. 100km) kenne ich bereits und somit ist die Route perfekt für meinen Nightride geeignet. Radwege wären mir für sowas zu gefährlich – “Überraschungen” wie unvorhersehbare Verschwenkungen, Pfosten bzw. Drängelgitter, plötzliche Belagswechsel oder gar “Geisterradler” kann ich bei einer Nachtfahrt einfach nicht gebrauchen. Hingegen halte ich das Risiko auf Überlandstraßen, besonders bei der sehr geradlinig verlaufenden B109/L100, für relativ gering (gute Beleuchtung am Rad vorrausgesetzt).

Nach einer ordentlichen Dosis koffeinhaltigen Getränks sattel ich die Speedmachine und es geht los.

22:19 – Speedmachine startklar

Als ich starte, scheint dem Lärm nach zu urteilen gerade irgendjemand beim Fußball gewonnen zu haben. Es ist schon ein cooles Gefühl, während “alle anderen” vor dem Fernseher sitzen, etwas komplett anderes zu machen.

22:51 – Berlin Pankow, B109

Die Straßen sind leider nicht ganz so tot wie erhofft, so dass ich bis Wandlitz noch etwas KFZ-Verkehr erdulden werde, bevor ich endgültig in die nächtliche Stille abtauchen kann. Meine Stimmung ist dennoch ausgezeichnet, ich komme schnell in den “Night Ride Flow”. Ich gehe es sehr ruhig an – einen Tacho habe ich nicht mehr am Rad und auf dem Navi lasse ich mir nur die Seite mit der Route anzeigen. “Lange Strecken erschleicht man sich”, heißt es.

Es ist faszinierend, wie lange nach Sonnenuntergang noch Licht am Himmel ist. Sitzt man in der Bude, bekommt man davon ja kaum etwas mit. Der letzte Lichtschimmer verschwindet erst eine halbe Stunde vor Mitternacht vom Horizont.

00:23 – Night Ride bei Klosterfelde

Zu der Zeit habe ich längst die Stadtgrenze hinter mir gelassen und die Finsternis umfängt mich. Ich freue mich darüber, wie gut das neu erworbene “Edelux” Dynamo-Frontlicht die Straße ausleuchtet. Zwischen diesem und dem “IQ Fly” den ich vorher hatte, liegen Welten. Abgesehen von der stärkeren Helligkeit fällt mir vor allem die größere Seitenausleuchtung auf – in Kurven von Vorteil. Dennoch ist das Licht nicht so hell, dass es blenden würde.

Die Nacht vergeht wie im Fluge. Das Fahren ist sehr entspannt, fast meditativ. Auf einigen Abschnitten geht es kilometerweit schnurgeradeaus – im Hellen wäre mir das zu langweilig, doch für einen Nightride ist es perfekt. Ab und an durchfahre ich kleine Ortschaften (ich wage kaum, sie Dörfer zu nennen). Autos begegnen mir jetzt nur noch sehr selten. Einmal kommt ein Lastzug von hinten angerauscht, den ich schon minutenlang vorher höre. Ich werde in respektvollem Abstand überholt.

Meine linke Wade macht sich bemerkbar – ein Gefühl wie ein dauerhafter leichter Krampf setzt sich fest. Pausen helfen nur vorrübergehend. Ist der Tretlagerausleger falsch eingestellt? Erst im Morgengrauen komme ich darauf, dass es an den relativ geringen Temperaturen (nur knapp über 10°C) liegen könnte. Nachdem ich meine Regenhose übergezogen habe, wird es langsam besser.

02:50 – Licht am Horizont

Um 2:30 Uhr erscheint bereits wieder ein erster Lichtschimmer am Horizont.  Gefühlt ist die Nacht “da draußen” somit nur 3 bis 4 Stunden lang. Genial – genau so hatte ich mir das vorgestellt. Um viertel nach drei scheint mir das Licht genau richtig für eine Blaustunde-Fotosession zu sein.

03:17 – Blaustunde-Fotosession bei Hassleben

03:29 – ein Grund, warum ich diesen Trip mache

Einige weitere Bilder aus dieser Session finden sich in meinem Foto-Blog.

04:45 – Uckermark

Kurz vor Sonnenaufgang bin ich in der Uckermark. Traum Nummer 1 – einmal die ganze Nacht durchzuradeln – habe ich mir erfüllt. Ich genieße den Augenblick. Ob ich jetzt noch bis an die Ostsee komme, ist eigentlich egal.

04:52 – Traumerfüllung Nr.1

Die knapp 100 km bis hierhin fühlen sich locker an – trotz der zwischenzeitlichen Wadenprobleme. Ich beschließe einfach mal weiter zu radeln. In Fürstenwerder – das ich nur “dank” einer Kopfsteinpflaster-Umfahrung erreiche – finde ich einen guten Bäcker. Erstaunlicherweise bin ich um 6:30 nicht der einzige, auf den Dörfern scheint man auch am Samstag früh auf Achse zu sein.

Uckermark bei Fürstenwerder

Langsam steigt die Sonne höher, aber es ist immer noch recht kalt. Als Entschädigung bekomme ich eine wunderbare Aussicht auf die Hügel der Uckermark.

bent’rider

Ich bin froh, Bike-Weste und Halstuch mitgenommen zu haben. Besonders die Weste stellt sich als genau richtig dafür heraus, wenn die Sonne zwar warm, der Wind aber noch zu kalt ist.

Plötzlich glaube ich meinen Augen nicht zu trauen. Bin ich schon im Schlafentzugsdelirium? Eine Wiese, größer als ein Fußballfeld, mit roten und blauen Farbtupfern übersäht – soweit das Auge reicht. Etwas dermaßen schönes habe ich noch nie gesehen. Klar, mal hier und da ein paar Mohnblüten, aber nicht in dieser unglaublich verschwenderischen Pracht. Und wie sie sich im morgendlichen Streiflicht präsentieren! Definitiv das Highlight dieser Tour!

Paradies auf Erden

Mehr davon findet ihr auch wieder in meinem Fotoblog (hier und hier).

Design-Asphalt

Über kleine Dörfer folge ich der Landstraße in Richtung Friedland.  Die Straßenqualität ist hervorragend, ich weiß gar nicht was immer an den Straßen von McPomm herumgemäkelt wird? Kann aber auch einfach Glück sein in dieser Ecke hier, ich habe kaum Kreisstraßen im Programm (der Flickenteppich auf dem Bild oben ist übrigens absolut glatt!).

En route Friedland

Irgendwann zwischen 9 und 10 Uhr fordert die “lange Nacht” doch langsam Tribut. Ich merke, wie ich von der Umgebung nach und nach weniger mitbekomme. Um keinen Sekundenschlaf zu riskieren, lege ich eine Schlafpause von 1-2 Stunden ein. Ich habe zwar nicht das Gefühl, wirklich zu schlafen, die Ruhepause hilft aber doch ungemein.

Friedland

Anklam

Als ich den Ortseingang von Friedland erreiche, stutze ich. Habe ich Friedland im Schlafmangeldelirium “übersprungen” und bin schon in Anklam? Finde den Unterschied!

Die B197 zwischen Friedland und Anklam ist dank des straßenbegleitenden Radweges übrigens sehr entspannt mit dem Rad befahrbar. Nur ein kurzes Teilstück ist noch ohne Radweg.

In Anklam habe ich das Gefühl, schon so gut wie angekommen zu sein. Wenn man bereits über 170 km hinter sich hat, spielen die letzten 35 km auch keine wirkliche Rolle mehr. Nach einem guten Mittagstisch starte ich zum letzten Abschnitt.

Anklam – Wolgast

Kräftemäßig habe ich jetzt wieder genug “Saft”, doch mein linkes Sprunggelenk und mein rechtes Knie machen sich mehr und mehr bemerkbar. Besonders das Sprunggelenk fühlt sich beim “Ziehen” sehr unangenehm an. Ich versuche, weniger zu “ziehen”, um das Gelenk zu entlasten, was aber nur zu unrundem Tritt führt und wahrscheinlich auch zur Überlastung des rechten Knies führte. Normalerweise habe ich rechts nie Knieprobleme und 170 km bin ich zuvor auch schon gefahren.

Später stelle ich die wahrscheinliche Ursache für die Probleme fest: der Tretlagerausleger ist falsch eingestellt (zu weit draußen). Das muss bei der letzten Durchsicht bei meinem Radhändler “passiert” sein – schön, dass ich die Schuld wenigstens auf jemand anders schieben kann. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen, dass bei zu lang eingestelltem Ausleger “normalerweise” Fußprobleme auftreten (Achillessehne oder Sprunggelenk).

Trotz der Schmerzen fahre ich weiter – jetzt bin ich schon soweit gekommen, dass ich nicht mehr aufgeben mag.

“Tachoüberlauf” bei 200 km

Kurz vor Wolgast knacke ich endlich die 200 km – schon für sich ein geniales Gefühl. Gut, am “Schnitt” kann ich noch etwas arbeiten, aber darum geht es ja heute nicht.

Ich überhole fluchend – und schiebend – den Blechdosenstau an der Steigung der B111 nach Wolgast. In Wolgast freue ich mich sogar über den kombinierten Rad- und Fußweg, anders wäre hier kein Vorrankommen mehr möglich.

Wolgast – Nadelöhr nach Usedom

Hinter Wolgast wähle ich den D2 als kürzeste Verbindung zur Ostsee. Wer die Schotterpiste bis Mölschow nicht mag,  wählt als Alternative die K28 (Usedom Rundweg).

Traumerfüllung Nr.2

Der Augenblick, nach 219 Kilometern am Ziel angekommen zu sein, ist unvergleichlich. Ich lehne mich ersteinmal ein paar Minuten in meinem Liegeradsitz zurück um den Moment zu genießen.

Samstag (Nach-)mittag. Ich liege am Ostseestrand, die Sonne scheint, ein leichter Wind weht, das Meer rauscht, die Möwen kreischen. Das unheimlich gute Gefühl nach der bewältigten Herausforderung genießen. Ich habe die magische Grenze von 200 km auf dem Rad überwunden! An einem Tag von Berlin an die Ostsee. Müdigkeit überkommt mich, ich schließe die Augen.

Als ich sie wieder öffne, bin ich immernoch hier. Es ist kein Traum mehr, der  Traum ist erfüllt.

 

Ein kleines Fazit

Die Ergonomie-Probleme waren das entscheidende Limit dieser Tour. Kräftemäßig wäre definitiv noch mehr drin gewesen. Eine weitere Schwierigkeit stellt irgendwann die Müdigkeit dar, so dass man unbedingt Schlafpausen einplanen sollte. Kaffee hilft auch nur bedingt.

Mein rechtes Knie hat sich mittlerweile wieder erholt, mein linkes Sprunggelenk spüre ich immernoch ein bisschen. Nachdem ich (hoffentlich) die Ursache des Problems erkannt habe, sollte das beim nächsten Mal besser werden. Falls es das nicht tut, werde ich allerdings nicht mehr in den Schmerz hineinfahren – der Druck, endlich mal den 200er zu absolvieren ist ja weg.

Bekleidungstechnisch war ich eigentlich gut ausgerüstet – die neue Shimano Radweste ist durch den Netzrücken sehr gut Liegerad-geeignet. Nächstes Mal werde ich auch mehr auf die Temperierung der Muskeln (Waden) achten.

Durch die Nachtfahrt hatte das Ganze für mich ein wenig “Brevet Feeling”. Durchaus nicht uninteressant!

 

p. s. Einen kleinen Eindruck von dem B109-Abschnitt bei Tage gibt es auf Youtube.

 

GPX-Track Berlin-Trassenheide (nachträglich optimiert)



8 Kommentare zu “From Dusk Till Dawn (and beyond)”

  1. lars schreibt:

    hi digger,

    schöne tour und tolle leistung.
    geile fotos und ein rad unterm hintern.
    was will man mehr?

    weiter so.
    L

  2. velolars schreibt:

    Hi,

    gerade erst gelesen, obwohl schon vor einer Weile das Lesezeichen gesetzt. Schöne Tour! Muss schön sein, bei so einem Wetter in den Sonnenaufgang zu radeln. Irgendwann mache ich das auch mal 🙂

    Viele Grüße

    Lars

  3. E-lisa schreibt:

    Schön! Schöne Tour und wirklich schön geschrieben. Ich konnte das Mittsommernachtsfeeling gut nachempfinden. Das Langstreckenradeln eher nicht 😉 Ich würds zwar nicht so formulieren wie Lars 1, aber genau so sehe ich das auch. Ach, man müsste mal wieder auf Fototour gehen …
    Viele Grüße

  4. Verkehrsrot schreibt:

    Ich bin die Strecke über L100/B197 am letzten Wochenende auch mal gefahren, Samstags tagsüber, mit Start an der Haustür um 6 Uhr, und versuchshalber schon in Milmersdorf von der L100 “abgefahren”. Von dort weiter über L23 – B109 – L217 bis Boitzenburg.

    Ich vermute, Deine Variante, weiter auf der L100 zu bleiben, ist doch die bessere. Die L23 ist überraschend stark befahren, auch von LKW, hat erst kurz vor Templin einen (brauchbaren) Seitenradweg. Das kurze Stück B109 zwischen Templin und Fährkrug ist sehr eng und ohne Seitenradweg, und die anschließende L217, ebenfalls ohne Radweg, hügelig und holperig.

    Von Boitzenburg dann die L243 bis Krewitz, auch hier sehr holprig und mit einer – wenn auch kurzen – Kopfsteinpflasterpassage. Leider wohl die einzige Möglichkeit, auf den Bahnradweg nach Fürstenwerder zu gelangen, denn dieser beginnt nach meinen Sichtungen bislang erst in Krewitz. Bei Fährkrug habe ich noch Schienen auf der Trasse gesehen. Das Stück Krewitz – Fürstenwerder ist dann allerdings feinster Bahnradwegasphalt und entschädigt. Allerdings muss man hier zwischendurch einmal kurz runter, weil ein Abschnitt bei Parmen eigenartigerweise nicht gebaut worden ist.

    In Summe wird man doch schneller durchkommen, wenn man auf den Bahnradweg verzichtet und über Straßen Hassleben – Göllmitz – Nordwestuckermark fährt.

    Selbst tagsüber, an einem Samstag, waren sowohl die L100 als auch die B197 problemlos befahrbar, nur wenig bis stellenweise mäßiger Verkehr, kaum LKW.

    Kriminell wurde es dann allerdings bei Wolgast auf der B111. Diese Straße war am Samstag nachmittag so dicht befahren, dass bereits das Einbiegen ein Problem war. Ich bin dann gar nicht erst nach Wolgast rein (und den Berg hoch), sondern die nächste Möglichkeit links abgefahren. So gelangte ich gegen 18 Uhr nach 217km in Freest an die Ostseeküste. Ein paar Verfahrer und Tankstop-Schlenker abgezogen, müsste man es über diese Route mit 209km von Berlin Prenzlauer Berg bis Freest Hafen schaffen.

    Eigentlich wollte ich mich in Freest nach einem Quartier umschauen, da sah ich, wie eine Fähre reintuckerte. Die Fähre fuhr um 18:20 Uhr weiter nach Peenemünde (übrigens mit Halt in Kröslin, das ist ein Ort vorher, dort kann man also auch zusteigen), und ich sagte mir, auf Usedom gibt es sicher mehr Hotels, als auf dem Festland – also los.

    Ich muss dann irgendwie die Ausfahrt in eines der Seebäder verpasst haben, denn gut 2 1/2 Stunden später kam ein Schild, dass die Grenze zu Polen anzeigte. In Swinemünde habe ich die Tour dann enden lassen – mit 268km auf dem Zähler.

    Eigentlich schade, an dem Tag hätte ein 300er drin gesessen. Aber die Sache war nicht vorgeplant, und so hätte ich mich nachts um 1h irgendwo an der polnischen Ostseeküste um ein Quartier bemühen müssen. So bin ich dann in Swinemünde in’s nagelneue “Hilton”.

  5. Verkehrsrot schreibt:

    Fr/Sa habe ich die Tour nun auch einmal bei Nacht gefahren. Als Nachtstrecke wirklich klasse! Vor allem die vielen Augen am Straßenrand in der Schorfheide sind ein Erlebnis 🙂

    Ab Woldegk bin ich dieses Mal anders gefahren: über Helpt – Groß Miltzow – Badresch – Voigtsdorf – Rattey – Lübbersdorf. Auf diese Weise lassen sich die L281 und Friedland vollständig umfahren bei nur wenig Umweg, und man gelangt so weitgehend autofrei bis nördlich von Friedland, wo man kurz vor’m Kavelpass(5%) wieder auf die B197 stößt.

    Als weitere Abwandlung will ich bei nächster Gelegenheit mal probieren, auch Fürstenwerder zu umfahren und etwas abzukürzen, indem man in der Nordwest-Uckermark von der L25 rechts nach Hildebrandshagen abbiegt. Sieht auf der Karte gut aus, aber die Frage ist, wie es um den Belag dieser Straße bestellt ist.

    Ab Wolgast bin ich dieses Mal nicht nach Freest, sondern nach Lubmin gefahren. Geht über kleine Straßen problemlos, und man spart auf diese Weise die schlimm überfüllte B111 komplett aus, man muss sie nur geradewegs überqueren (Wartezeit an der Kreuzung: gefühlte 5 Minuten – es wollte einfach niemand anhalten).

    Über die neue Streckenführung müsste es bis Lubmin mit 209km zu schaffen sein. Ob man die Tour an’s Meer irgendwie noch auf 199km optimiert kriegt? 🙂

  6. admin schreibt:

    Ich habe neulich auch mal den Bahntrassenradweg ab Templin ausprobiert. Bei Templin leider noch MTB-Strecke, so dass ich auf L217 ausweichen musste. Ab Warthe dann perfekter Asphalt – leider nur bis Hardenbeck. Von dort bis Krewitz üble Betonplatten- und Schotterpisten.

    Meine ursprüngliche Route scheint in diesem Bereich also vorerst das Optimum zu sein. Falls der Bahntrassenradweg irgendwann mal komplettiert wird, könnte man auch mal über Zehdenick-Templin (B109, wenig Verkehr, Begleitradweg) fahren.

    Der L25-Abzweig nach Hildebrandshagen hat zumindest am Anfang grobes Kopfsteinpflaster, soweit sichtbar war. Die Einmündung am anderen Ende auf die L241 hatte Asphalt, viell. ist der Pflasterabschnitt also nur kurz.

  7. Verkehrsrot schreibt:

    An der Einmündung nach Hildebrandshagen habe ich in der Nacht den Belag leider nicht erspähen können. Plausibel und erfahrungsgemäß wäre es, wenn das Kopfsteinpflaster bis zur Landesgrenze Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern geht, und der Belag hinter der Grenze auf Asphalt wechselt. Das wäre dann erst hinter Bülowssiege, somit etwa 2km Huckelpiste und damit keine Alternative.

    Nach Ausloten aller Optionen bleibt es bis Woldegk wohl als beste Route bei Deiner Strecke über L100 – B109 – L15 – K7325 – L25. Hinter Woldegk lässt sich bis zur B197 variieren, entweder über Helpt-Badresch oder über Groß Daberkow (Bahnradweg) – Rattey – Brohm – Lübbersdorf. Ist ein paar km Umweg, bringt gegenüber der eigentlich gut fahrbaren L281 – L29 aber landschaftlich etwas mehr, sowie die Umfahrung von Friedland.

    Was wäre mit der Variante, Prenzlau westlich zu umfahren und ab Dedelow die B198 bis Woldegk zu nehmen?

  8. admin schreibt:

    Über die B198 nach Woldegk wäre die Stecke sogar ca. 7 km länger. Selbst wenn man der B109 bis Anklam folgen würde, wäre es nicht kürzer.

    Wenn man es unter 200 km von Berlin Prenzlberg bis zur Ostsee schaffen will, bleibt wohl nur noch zu “cheaten” und die Fähre Ueckermünde-Kammincke zu nehmen. Bis Ueckermünde sind es nur ca. 150 km, wenn man die B109 bis Pasewalk nimmt und ab dort dem B-U-Radweg folgt. Diese Strecke hat aber nicht viel zu bieten. Vielleicht als Nachtfahrt und dann die Fähre um 8:10 nehmen.

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